Krötenwanderung

Rund um das Grüne C hat die Wanderung der Amphibien wieder begonnen

Die milden Temperaturen lösen bei Fröschen, Kröten, Molchen und Salamandern Frühlingsgefühle aus und locken sie jetzt rund um das Grüne C aus ihren Winterquartieren.

Auf ihrem Weg zu den Laichplätzen müssen die Amphibien oft Straßen überqueren – auch in diesem Jahr soll das mit Hilfe von Sperren, Umleitungen und Fangzäunen wieder für tausende Tiere unbeschadet von Statten gehen!

Vor allem Erdkröten und Grasfrösche legen auf ihrem Weg vom Winterquartier zum Laichgewässer größere Strecken zurück. Um ein Massensterben der Tiere auf der Wanderung zwischen ihren Lebensräumen zu verhindern, stellt die Biologische Station Bonn/Rhein-Erft jedes Jahr Amphibienschutzzäune auf und vielerorts werden auf besonders stark frequentierten Straßen Sperrungen oder Umleitungen eingerichtet.

 

BONN

Zum Beispiel ist in Bonn der Philosophenring auf dem Heiderhof zwischen Fichtestraße und Nietzschestraße bereits seit einiger Zeit für den Durchgangsverkehr gesperrt, damit die Tiere dort ungefährdet die Straße überqueren können. Die Stadtwerke haben Umleitungen für den Busverkehr eingerichtet.

Durch die Zäune entlang der Oberkasseler Straße und der Pützchens Chausse zwischen Ramersdorf und Niederholtorf sowie in Oberholtorf werden die wandernden Kröten, Frösche, Molche und Salamander aufgehalten und fallen in ebenerdig eingegrabene Eimer. Diese werden von Freiwilligen täglich geleert und die Tiere über die Straße getragen.

ALFTER

In Alfter sind vor allem die Straßen „In der Asbach“ und „Im Wiesengrund“ für einige Wochen jeweils von 18:00 bis 7:00 Uhr für den Verkehr gesperrt. Der Zugang für Landwirte, Rettungsfahrzeuge sowie Anwohner ist sichergestellt. Die Gemeinde weist außerdem darauf hin, dass auch an anderen Stellen in der Gemeinde, u. a. am oberen Loheckenweg, Krötenwanderungen, stattfinden. Teilweise werden hier Krötenschutzzäune errichtet und von Freiwilligen betreut. Bitte beachten Sie die Hinweisschilder und fahren Sie besonders vorsichtig, wenn Sie die fraglichen Bereiche nicht ganz meiden können.

BORNHEIM

Weil Frösche, Kröten und Lurche vorwiegend in der Dämmerung und nachts unterwegs sind, ordnet die Stadt Bornheim an bekannten Laichbiotopen nachts Straßensperrungen mit Umleitung an. Zunächst für vier Wochen gesperrt ist in Merten die Schottgasse zwischen Verdistraße und Rüttersweg, oberhalb von Botzdorf der Neuweg entlang der Quarzsandgrube.

Auch in weiteren Bereichen, wie am Kreuzbroich und im Grünzug Nord zwischen Roisdorf, Alfter und Bonn, sind ebenfalls Amphibien unterwegs. Dort sind die landwirtschaftlichen Wege ohnehin für den KFZ-Verkehr gesperrt. Das Umwelt- und Grünflächenamt der Stadt Bornheim appelliert an alle Autofahrer, diese Sperrungen zu beachten und gerade jetzt auf die unerlaubte Nutzung von Schleichwegen durch die Felder zu verzichten.

TROISDORF

Die Hasbacher Straße zwischen Troisdorf-Altenrath und Rösrath wird ab sofort täglich von 18 bis 8 Uhr komplett gesperrt. Diese Straße führt im gesperrten Abschnitt direkt durch einen Bereich der Wahner Heide, in dem besonders viele Amphibien wandern. Die Sperrung dauert voraussichtlich bis zum Ende der Wanderbewegungen Anfang Mai 2018.

Eine weitere Sperrung wird auf der Taubengasse im Bereich des Aggerstadions in Waldrichtung eingerichtet.

Auf den Wanderwegen in Richtung Zum Mühlenberg in Troisdorf-Sieglar und auf den Wegen zum Leyenweiher kommt es ebenfalls durch Amphibien zu Beeinträchtigungen auf den Wegen. Die Nutzer dieser Pfade werden deshalb um besondere Vorsicht gebeten.

© Grünes C 2012