Gärten der Nationen eröffnet

Bürgermeister freut sich auf blühende Gärten und eine wachsende Gemeinschaft

Im Rahmen des Herbstfestes des Grünen C eröffnete Bürgermeister Klaus Schumacher jetzt die Gärten der Nationen offiziell. 24.500 qm Fläche hat der Verein Gärten der Nationen e.V. gepachtet. Viele Vereinsmitglieder haben begonnen auf den Gartenparzellen gemeinsam zu gärtnern.

Nachdem der dritte Projekttag des Grünen C aufgrund der starken Regenfälle Ende Juni verschoben werden musste, sind die Gärten der Nationen jetzt fast fertig gestellt. Vereinsmitglieder, Anwohner, Projektpartner im Grünen C und interessierte Gäste feierten die Eröffnung der Gärten der Nationen im Rahmen des dritten Projekttages und eines Herbstfestes mit Spielen, Sport, Pflanzaktionen, Musik und vielen Informationen rund um die weiteren Einzelprojekte des Grünen C. Dabei entstand ein reger Dialog zwischen den Besucherinnen und Besuchern.

Bürgermeister Klaus Schumacher überreichte den Vereinsvorsitzenden einen großen Korb Blumenzwiebeln. Sein Wunsch ist, dass bereits nächstes Frühjahr die Gärten bunt blühen und über das gemeinsame Gärtnern neue Kontakte und vielleicht auch Freundschaften entstanden sind.

Bei der Planung der Gärten der Nationen wurde viel Wert auf das Miteinander gelegt. Menschen verschiedener Nationen sollen sich hier begegnen, miteinander ins Gespräch kommen, ihr Wissen austauschen und gemeinsame Vorhaben umsetzen. Einfriedungen der einzelnen Parzellen sind daher nicht vorgesehen. Ebenso wird es dort keine Gartenhäuser oder Geräteschuppen geben. Den Prinzipien von „Interkulturalität“, „Kommunikation und Austausch“, „inhaltlicher und räumlicher Offenheit“ und „individueller und gemeinschaftlicher Nutzung von Flächen“ folgend wurde ca. ein Drittel der Gesamtfläche von knapp 36.000 qm als öffentliche Fläche eingeplant. Hierauf sind Wege, Quartiersplatz, Kinderspielplatz, Streetballfeld und eine Sport-, Spiel- und Festwiese entstanden. Diese Bereiche können auch von Nicht-Vereinsmitgliedern genutzt werden. Über den Link, dem Wegesystem im Grünen C, ist das Gelände zu Fuß oder mit Fahrrad gut zu erreichen.

Insgesamt sind ca. 70 Gartenparzellen entstanden. Mittlerweile sind 55 Parzellen vergeben. Die Nutzer aus über zehn Nationen haben begonnen, ihre Parzellen für die Pflanzung vorzubereiten. Auch erstes Herbstgemüse wurde bereits gesetzt. Die letzten Pflanzarbeiten an den Grünanlagen werden bis Ende Herbst fertig gestellt. Das Vereinsheim befindet sich noch im Rohbau. Die Fertigstellung ist für Ende November 2013 geplant.

Schon 2006 entstand die Idee in der Engstelle zwischen den Stadtteilen Mülldorf und Menden statt der im Bebauungsplan ausgewiesenen Kleingartenanlage eine „internationale Gartenanlage“ zu schaffen. 2007 wurde die Rahmenplanung des Büros 3+Freiraumplaner aus Aachen für die Gärten der Nationen als fester Bestandteil des Gemeinschaftsprojektes „Grünes C“ eingereicht. Im Juni 2007 erfolgte die Qualifizierung und Anerkennung im Rahmen der Regionale 2010 als Projekt des Kulturlandschaftsnetzwerkes der Region Köln/Bonn.

Ende 2008 wurde das Büro RMP Lenzen Landschaftsarchitekten aus Bonn mit der Entwurfsplanung für die Gärten der Nationen beauftragt, die Basis für den zu stellenden Förderantrag des Grünen C war. Ende 2009 sind schließlich die Zuwendungen für das Gesamtprojekt „Grünes C“ in Höhe von 19,7 Mio. € bewilligt worden. Für das Teilprojekt Gärten der Nationen sind Kosten in Höhe von 2 Mio. veranschlagt worden, hiervon werden 80 %, also 1,6 Mio. €, durch Bund, Land und EU finanziert.

Die Gärten der Nationen werden vom Verein Gärten der Nationen e.V., der am 03.02.2012 gegründet wurde, getragen. Ziel des Vereins ist die soziale und berufliche Integration aller Kulturen durch aktive Partizipation, Eigeninitiative, Wissensaustausch, Kulturaktionen und die Organisation der Gärten.


© Grünes C 2012