Vorgebirgshang

Die „Rheinische Toskana“: Römischer Wein und Rebellenblut aus Brombeeren

Das sanfte Hügelland westlich von Bornheim mit seinen Gärten und Feldern, den Kirchtürmen und Ortschaften erinnert von Ferne an die Toskana und lädt zum Wandern ein.

Und in der Tat: Bereits die Römer haben hier Wein angebaut. Seinen Namen hat der Landschaftsraum vom Höhenzug des Vorgebirges, der Ostkante der Ville, die sich parallel zum Rhein von Bonn über Bornheim bis Hürth entlang zieht. Noch im 19. Jahrhundert wurde an den Vorgebirgshängen Wein angebaut. Das Wachstum der Städte ließ dann den Obst- und Gemüseanbau rentabler werden und es entstand, wie in der Ebene, die ertragreiche Vorgebirgslandwirtschaft. Der Lösboden ist auch hier so fruchtbar, dass beispielsweise Salat und Gemüse drei bis vier Mal im Jahr geerntet werden können.

Das „Rebellenblut“ aus Bornheim, ein Wein aus Brombeeren, ist weit über die Region hinaus für
seinen Geschmack und seine Wirkung bekannt.
In jüngster Zeit haben vereinzelt junge Winzer wieder begonnen, diese anzubauen.

Von den Hügeln des Vorgebirges, speziell vom Standort „Heimatblick“, bietet sich ein weiter Blick über das Rheinland und die Kölner Bucht. Die Luft ist hier frischer und die Wohnlagen sind beliebt. Diese Lage nutzten schon die Römer: Die meisten römischen Landgüter, sogenannte „Villae rusticae“, liegen im Vorgebirge. In Bornheim-Botzdorf kann man die gut erhaltenen Funde einer solchen Villa besichtigen.

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