Kieslandschaft

Ein Wunder der Natur: aus Landschaftsschäden werden Biotope

Der Landschaftsraum „Kieslandschaft“ bei Bornheim ist ein lebendiges Beispiel für die Kraft der Natur, Zerstörungen in neue Landschaften zu verwandeln.

Seit der Industrialisierung wird in der Niederrheinischen Bucht Kies abgebaut. Es entstanden und entstehen hier große „Löcher in der Landschaft“ und industrielle Bauwerke von teilweise bizarrer Schönheit. Anfangs grub und schürfte man bis ins Grundwasser. So entstand beispielsweise der „Herseler See“. Die Natur heilte in wenigen Jahren diese Landschaftswunden aus eigener Kraft, es entstand üppige Flora und Fauna. Heute steht der See unter Naturschutz. Eine kurze Episode – angesichts des Alters der Kiesablagerungen von Ur-Rhein und Nordsee. Sie entstanden vor rund 65 Millionen Jahren.

Mittlerweile sind Grabungen bis in das Grundwasser nicht mehr zugelassen, weil sie die Trinkwasserversorgung des Ballungsraumes gefährden. Der Kies wird nur noch bis acht Meter tief abgebaut und die Gruben werden anschließend langsam verfüllt und rekultiviert.

Hier entstehen neue und vielfältige Orte für
Pflanzen und Tiere, die das Landschaftsbild der niederrheinischen Ebene bereichern.

Die Kies- und Sandlagerstätten in der Rheinischen Bucht sind die größten im Land Nordrhein-Westfalen.

Im Rahmen des Projektes Grünes C wird das Wegesystem des Link um den Herseler See herum ergänzt und es werden zwei Landschaftstore und eine Station zum Thema „Kiesabbau“ gebaut.

© Grünes C 2012