Hangelarer Heide

Die Heide: Menschenwerk, Vogelwelt und Naturschutz

Der Landschaftsraum „Hangelarer Heide“ in Sankt Augustin besteht aus einem Mosaik aus landwirtschaftlich genutzten Flächen, ehemaligen Kiesgruben und einem Flugplatzgelände.

Auf der Fläche des Exerzierplatzes vom Anfang des 20. Jahrhunderts hat sich bis heute einer der ältesten Flugplätze Deutschlands entwickelt. Dank der vorhandenen mageren Böden konnten sich die kleinblütigen Pflanzen der seltenen Sandmagerrasengesellschaft das Gebiet erobern. Schafherden halten die Heide kurz, und so bleibt der Raum offen und weit.

Im Gebiet der Hangelarer Heide finden seltene Vogelarten Nahrung und Lebensraum: kleine Lerchen und große Greifvögel. In den Böschungen der Gruben nisten Wildbienen und zahlreiche Amphibienarten bevölkern die Tümpel

Die Station Hangelarer Heide befindet sich an einer Stelle, die durch eine Aussichtsterrasse einen guten Überblick über die sogenannte „Missionarsgrube“, ein ehemaliges Kiesabbaugelände (bis 60er/ 70er Jahre im Eigentum der Steyler Missionare) und den dahinter liegenden Flugplatz Bonn-Hangelar bietet. Der Abbau von Sand und Kies hinterließ zahlreiche Gruben. Hier haben mittlerweile vielfältige Tier- und Pflanzenarten einen neuen Lebensraum gefunden. Es handelt sich hier um eine mit Flugsanden überdeckte Niederterrasse des Rheins mit Wechsel aus feuchten und mageren, trockenen Standorten, die sowohl seltenen Pflanzen- als auch Tierarten einen Lebensraum bietet.

So findet man hier eine naturnahe Kulturlandschaftsvegetation der Heidenelkenfluren, Mager- und Glatthaferwiesen noch auf größeren zusammenhängenden Flächen vor. In den Offenlandflächen lassen sich Zugvögel oder beispielsweise auch der Weißstorch, wie auch ganzjährig beheimatete Arten, wie z.B. der Kiebitz, Rebhühner und Wachteln und eine große Zahl seltener Amphibien-, Reptilien- und Insektenarten beobachten.

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