Gartenland

Obst- und Gemüseanbau als „Urban Gardening“ für die Region

„Gartenland“ ist der Name für die landwirtschaftlichen Flächen in der linksrheinischen Ebene vom Bonner Norden über Alfter bis Bornheim.

Dieser Landschaftsraum ist das fruchtbare Herkunftsland des Bornheimer Spargels, der Erdbeeren und all der Gemüse- und Obstsorten, die windgeschützt entlang des Vorgebirges üppig gedeihen und – fast kann man sagen seit Menschengedenken – die Region versorgen. Die Landwirte betreiben hier „Urban Gardening“ für die Region, mit langer Tradition.

Die Ebene und die Vorgebirgshänge nördlich von
Bonn zählen zu den ertragreichsten und ältesten
Garten- und Obstanbaugebieten Deutschlands.
Im alltäglichen Sprachgebrauch wird auch die Ebene „Vorgebirge“ genannt.

Diese landwirtschaftliche Hochkultur entstand dank der Überschwemmungen des Ur-Rheins vor tausenden von Jahren. Der Fluß hinterließ in seinem „Urstromtal“ Lösboden, der zu fruchtbarem Ackerland wurde. Wegen des milden Klimas gab es daher im Gartenland schon in der Eiszeit Höfe und Landwirtschaft. Die Römer versorgten vor zweitausend Jahren von hier aus ihre Lager und Siedlungen der heutigen Köln/Bonner Region mit Obst und Gemüse und führten den Spargel ein.

Heute gibt es einen zentralen Großmarkt in Bornheim-Roisdorf, der Einzelhandelsketten mit Gemüse und Obst beliefert. Es gibt Hofläden, Biohöfe und Gärtnereien für Zierpflanzen. Zum bekanntesten Gemüse der Region, dem Spargel, haben sich weitere „Immigranten“ wie Artischocken und Zucchini gesellt. Neben traditionellen Feldern und Gärten prägen moderne Gewächshäuser und mit Folien geschützte Anbauflächen das Bild der Landschaft.

Im Rahmen des Projektes Grünes C wird das Wegesystem des Link ergänzt und es werden acht Landschaftstore und drei Stationen gebaut.

© Grünes C 2012