Renaturierung Rheidter Werth

in Niederkassel

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Das Rheidter Werth ist eine mit Bäumen bestandene sichelförmige Halbinsel.

Noch im 18. Jahrhundert war das Werth durch den Rhein vom Festland getrennt. Im Süden ist dieser Durchfluss jedoch verlandet, so dass das Werth heute nur teilweise durch einen Altarm des Rheins vom Niederkasseler Staddtteil Rheidt getrennt ist. Als Verbindung zwischen der Ortslage und dem Werth existiert ein befahrbarer Damm, der den Altarm künstlich trennt.

Im Rahmen des Grünen C wurde der Gedanke wiederbelebt, die Laach ihrer ursprünglichen Form entsprechend wieder im Süden mit dem Rhein zu verbinden. Aus dem Werth würde wieder eine Insel, die durch eine neue Brückenverbindung mit dem Rheidter Ufer verbunden werden könnte. Dieses Projekt wird in Niederkassel auch politisch sehr kontrovers diskutiert, nicht nur wegen der damit verbundenen Kosten. Dem Grünen C kommt das Verdienst zu, die Diskussion um diese Perspektive erneut intensiviert zu haben, auch wenn eine Umsetzung der Idee allenfalls langfristig denkbar ist und auch noch der intensiven fachlichen Diskussion mit dem Naturschutz und der Schifffahrtsverwaltung bedarf.

Seit den 30er Jahren des vergangenen Jahrhunderts war auf dem Rheidter Werth eine Sportanlage mit zwei Fußballplätzen und einem Sportheim entstanden. Nicht zuletzt die regelmäßigen Überschwemmungen infolge des Rheinhochwassers, mit denen die Sportler zu kämpfen hatten, hat die Bereitschaft der Rheidter wachsen lassen, die idyllisch gelegenen Plätze aufzugeben und in den neuen Sportpark Süd umzuziehen. Damit war die Möglichkeit eröffnet, im Zuge der REGIONALE Aschenplatz und Rasenplatz zu entfernen und das Sportlerheim abzubauen. Flora und Fauna haben zwischenzeitlich begonnen, von den freigeräumten Flächen Besitz zu ergreifen – ein gelungener Beitrag zu Renaturierung.

NEBEN DEM SCHUTZ DER NATUR IST DAS ZIEL DER RENATURIERUNG, EINEN  ORT ZUR RUHIGEN, NATURNAHEN ERHOLUNG ZU SCHAFFEN – DAS RHEIDTER WERTH SOLL ZU EINEM NATURSCHUTZGEBIET WERDEN, DAS DER BÜRGERIN UND DEM BÜRGER ERHOLSAME RUHEZONEN BIETET.

Im Bereich der „angedachten Laach-Verlängerung“ wird der vorhandene Uferweg zu einem umlaufenden Rundweg ergänzt, mit Bänken, einer „Bastion“ im Norden und Möglichkeiten zur Naturbeobachtung. Am südlich anschließenden derzeit weitgehend baumlosen Rheinufer wird ein Auenwaldstreifen angepflanz. Der überalterte Pappelbestand wird durch standortgerechte Bäume der Weichholzaue ersetzt. Möglich ist, z.B. am Rundweg und in Waldlichtungen temporär oder dauerhaft Kunstobjekte, wie z.B. Skulpturen, aufzustellen. Im Bereich des derzeitigen Übergangs über die Laach entseht ein Landschaftstor mit Informationen über das Grüne C.

© Grünes C 2012